Pressemitteilung der Stadt Coesfeld
vom 21. September 2009
Feuerwehr wirbt bei Kraftfahrern für
ADAC-Rettungskarte
Jeder 3. Feuerwehreinsatz endet auf der
Straße mit der Befreiung von Fahrzeuginsassen. „Dann zählt jede Minute“,
weiß stellvertretender Wehrführer Michael Großfeld. „Meistens ist der
Einsatz der Rettungsschere erforderlich, um Verletzte so schnell wie
möglich zu bergen und den Notärzten zu übergeben.“ Eine vom ADAC
entwickelte Rettungskarte leistet hier wertvolle Unterstützung.
„Bei
Einsatz der Karten können wir wertvolle Zeit sparen, weil wir auf einen
Blick sehen, an welcher Stelle der Karosserie Spreizer und Schere
anzusetzen sind oder welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags
nicht nachträglich auslösen zu lassen.“
Als Service für die Bevölkerung hat die Freiwillige Feuerwehr Coesfeld
auf ihrer Internetseite
www.feuerwehr-coesfeld.de Links zu den Rettungskarten der Marken
Audi, VW, Opel, Saab, Seat, BMW und Mini sowie ISUZU eingestellt. Auch
andere Hersteller haben gegenüber dem ADAC signalisiert, an dem Thema zu
arbeiten.
„Wir rufen alle Fahrzeughalter dazu auf, die Karten herunterzuladen und
hinter der Fahrersonnenblende aufzubewahren“, sagt Michael Großfeld.
Denn das Mehr an Technik und Stabilität führt im Rettungsfall für die
Feuerwehr nicht selten zu Problemen. Karosseriestrukturen, Sensorik und
Pyrotechnik von Airbags und Gurtstraffern werden immer komplexer. Was
gut für die Sicherheit der Insassen ist, wird für Rettungsdienste,
welche die Insassen teilweise unter Einsatz schweren Geräts aus dem
Fahrzeug befreien müssen, eine immer größere Hürde. Für Verletzte zählt
jede Minute, um nach einer Erstversorgung möglichst schnell ins
Krankenhaus zu kommen. „Je besser wir über die Konstruktion aufgeklärt
sind, desto schneller holen wir die Verletzten raus“, bekräftigt
Winfried Schmeing, weiterer stellvertretender Wehrführer.
Denn „Rasch“ zu retten klingt zwar selbstverständlich, erfordert aber
ein perfektes Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Es geht hier um die
Alarmierungszeit nach Unfall, Anrückzeit der Rettungskräfte, Zeitbedarf
der Rettung, Versorgung vor Ort sowie Transportweg in die Klinik. Je
länger die Zeit zwischen Unfall und Einlieferung in die Klinik ist,
desto geringer sind die Überlebenschancen und desto schwieriger kann der
Heilungsprozess sein.
Die ADAC-Rettungskarte enthält je nach Fahrzeug Angaben zu Lage der
Airbags, Batterien, Verstärkungen und Versteifungen der seitlichen
Säulen. Linien zeigen den Feuerwehrkräften exakt, wo sie mit ihren
Schneidegeräten ansetzen können und wo besser nicht.
www.adac.de/rettungskarte
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