
vom 05.12.2011
Drei junge Männer sofort tot
Schlimmer
Alleinunfall auf der B 525 in Harle / Auto drei bis vier Metzer hoch in
die Luft geschleudert
Coesfeld .
Ein Bild des Grauens bietet sich den Rettungskräften, die am
Samstagabend gegen 23.30 Uhr auf der B 525 in der Bauerschaft Harle
(unweit der alten Schule) eintreffen: ein in zwei Teile
auseinandergebrochener roter Kleinwagen. Drinnen auf dem Sitz
eingeklemmt: ein junger Mann. Leblos. Zwei weitere junge Männer liegen
ein paar Meter weit von den Fahrzeugüberresten entfernt. Ebenfalls
leblos. Dicht dabei: eine Krone mit etlichen starken Zweigen, die in
drei bis vier Meter Höhe aus einem Baum herausgebrochen ist. Notärzte
und Rettungsdienstler können keinem der drei Opfer dieses Alleinunfalls
mehr helfen. Alle sind bei deren Eintreffen schon tot. Während die mit
sechs Fahrzeugen und 25 Mann ausgerückte Feuerwehr Coesfeld die
Unfallstelle sichert - die Straße bleibt bis in die frühen Morgenstunden
komplett gesperrt - nimmt die Polizei Ermittlungen zum Unfallhergang
auf.
Der grobe Ablauf des Unfallgeschehens nach bisherigen
Erkenntnissen: Die drei Männer, 19, 19 und 21 Jahre alt, waren von
Nottuln, wo sie wohnen, Richtung Coesfeld unterwegs. Sie überholten
zunächst einen Pkw und einen Taxi-Bus. Ausgangs einer Rechtskurve geriet
das Fahrzeug dann wahrscheinlich ohne Fremdeinwirkung ins Schleudern und
kam von der Fahrbahn ab. Durch die Wucht des Aufpralls wurde es vom
Graben in die Luft katapultiert, wo es eine Baumkrone traf.
Unfallursache ist offensichtlich überhöhte Geschwindigkeit",
erklärt Michael Otting von der Polizei Coesfeld. Ob auch Alkohol mit im
Spiel war, was noch am Abend an der Unfallstelle die Runde macht, kann
er nicht sagen. "Das sind absolute Gerüchte", sagt er und weist auf die
andauernden Ermittlungen hin. Gestern war nochmal ein Team der Polizei
an der Unfallstelle, um bei Tageslicht Spuren aufzunehmen und
Spezialaufnahmen von oben zu machen. "Die sollen helfen, den Unfall zu
rekonstruieren", so Otting. Die Angehörigen der Opfer werden von der
Polizei informiert und von Notfallseelsorgern betreut. Auch einige
Retter brauchen seelsorgliche Hilfe. So schrecklich sind die Bilder, die
ihnen von der Nacht im Kopf geblieben sind. "Das ist einer der
schrecklichsten Unfälle, die ich je erlebt habe", sagt einer - "und das
drei Wochen vor Weihnachten".
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Ungeheure
Kräfte müssen da am Werk gewesen sein: Der Kleinwagen riss
in der Mitte in zwei Teile auseinander.
Foto: Andre Braune |
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