PKW mit Mutter und
Kind überschlägt sich / Verwandter Polizist Helfer am Unfallort /
Bergallee gesperrt von Ulrike Deutsch
COESFELD
/BILLERBECK.Als der 43-jährige
Polizeibeamte gestern Vormittag anscheinend routinemäßig zu einem
Verkehrsunfall auf der Bergallee ausrückt, ahnt er nicht, was ihn
erwartet: Das im ungekippten Auto eingeklemmte Opfer ist seine
Schwägerin, die zum Glück leicht verletzte kleine Tochter seine Nichte.
Ein Schock? "Ja, natürlich. Aber ich sehe es auch so: Es ist gut, dass
ich jetzt da bin, ich kann ganz persönlich helfen und die Familie
beruhigen." Inzwischen sind auch Ehemann und Großmutter am Unfallort
unweit der Gaststätte "Coesfelder Berg" eingetroffen. Bei allem Schreck
sind sie erleichtert, dass das siebenjährige Kind den Unfall
vergleichsweise glimpflich überstanden hat. Auch die Frau ist
ansprechbar. Trotzdem muss sie im herbeigerufenen Hubschrauber nach
Münster ins Krankenhaus gebracht werden.
Tückisch glatt war die Bergallee (K 52), als die Billerbeckerin
(44) gegen 11.30 Uhr mit ihrem Auto in Richtung Coesfeld unterwegs war.
"Ausgangs einer langgezogenen Linkskurve ist das Auto nach rechts von
der Fahrbahn abgedriftet", erklärte Polizeisprecher Martin Pollmann. Es
fuhr in den Straßengraben, überschlug sich mehrfach und blieb auf einem
angrenzenden Feld auf der Seite liegen. Die Coesfelder Feuerwehr musste
die Frau aus dem Auto befreien. 34 Kameraden waren im Einsatz, dazu
mehrere Rettungswagen. Für gut eine Stunde blieb die Bergallee komplett
gesperrt.
Das Auto ist auf der Seite
liegen geblieben. Einsatzkräfte der Coesfelder Feuerwehr
müssen die eingeklemmte Frau aus dem Wrack befreien. Sie ist
ansprechbar. Ihre kleine Tochter ist leicht verletzt.
Foto: ude