Feuerwehr Coesfeld

Hochkonzentriert bis zum Glücksgefühl

COESFELD (fs). Die wievielte Bombe es war, die er unschädlich gemacht hat, kann Karl-Friedrich Schröder nicht sagen. „Irgendwann hört man auf, zu zählen. Wir haben rund 150 Bomben im Jahr“, sagt der Technische Einsatzleiter beim Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe.
Seit 1993 ist Schröder im Geschäft. Nicht immer ist er – wie gestern – mit zwei Kollegen vor Ort. Manchmal ist er auch mutterseelenallein mit der Bombe. Immer jedoch ringt ihm der Einsatz Respekt ab. Denn Routine darf in diesem gefährlichen Gewerk nicht einkehren.
Gegen 13.15 Uhr haben die letzten Menschen um ihn und seine beiden Kollegen herum das Gebiet verlassen und sich in Sicherheit gebracht. Für Karl-Friedrich Schröder und sein Team gibt es keinen körperlichen Schutz. Allein ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen können sie jetzt noch vor dem Schlimmsten bewahren.
„Das sind nur technische Fragen, die ich mir dann stelle“, beschreibt der 58-Jährige, was in diesem Moment in ihm vorgeht. „Man ist extrem konzentriert und hat um sich herum alles ausgeblendet. Da gibt es dann nur noch die Bombe.“ Um 14.20 Uhr hält Karl- Friedrich Schröder den Zünder in der Hand. Die Gefahr ist gebannt. Erleichterung. „Wenn es besonders schwierig war, ist da anschließend schon so ein Glücksgefühl.“

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