Feuerwehr Coesfeld

Mit Schwarz-Weiß-System gepunktet

COESFELD.  Die Feuerwehr Coesfeld hat von der Unfallkasse NRW eine Prämie von 8700 Euro erhalten. Damit werden unter anderem die hervorragenden vorbeugenden Maßnahmen der Coesfelder Feuerwehr für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ausgezeichnet. Unser Redaktionsmitglied Manuela Reher hat mit Richard Schulze-Holthausen, seit Januar 2011 Leiter der Feuerwehr Coesfeld, über diese Auszeichnung gesprochen.

Welche Maßnahme für die Gesundheit im Betrieb ragt besonders hervor?

Schulze-Holthausen: Wir haben uns nach 2012 zum zweiten Mal in Folge für das Prämiensystem der Unfallkasse NRW beworben. Wir haben mit Bravour die Leistungsstufe 1 errungen. Insbesondere unser Schwarz-Weiß-System hat besonderen Eindruck auf die Bewertungskommission gemacht. Schließlich werden nur Betriebe ausgezeichnet, die mehr als das gesetzliche Maß im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz leisten und sich im Bereich Sicherheit und Gesundheit weiterentwickeln. Dieser Prozess muss auch ständig gefördert werden, was bei uns der Fall ist.

Was ist unter Schwarz-Weiß-System zu verstehen?

Schulze-Holthausen: Dabei handelt es sich um ein Konzept der Trennung von verschmutzter und sauberer Einsatzkleidung. Dieses Konzept haben wir selbst entwickelt und immer weiter verbessert. Nach einem Einsatz im Brandfall befinden sich zum Beispiel Schwebstoffe in der Einsatzkleidung. Die Kameraden können direkt am Einsatzort ihre Kleidung wechseln. In einem Gerätewagen werden Boxen für frische Kleidung und ein Wäschesack für die verschmutzte Kleidung mitgeführt. So können die Kameraden bereits in sauberer Kleidung zurück zur Feuerwehr zum Rottkamp fahren. Auf diese Weise wird die Gefährdung der Gesundheit der 170 aktiven Mitglieder der Feuerwehr Coesfeld verringert.

Im gesamten Regierungsbezirk Münster sind nur zehn Betriebe und die Feuerwehr Coesfeld als einziger Betrieb im Kreis Coesfeld ausgezeichnet worden. Was bedeutet das für Sie?

Schulze-Holthausen: Das macht mich als Leiter der Feuerwehr Coesfeld und uns als Team sehr stolz. Das ist eine Auszeichnung für alle Kameraden, die an den Konzepten mitgewirkt haben. Wir fühlen uns in unserer Arbeit für den Gesundheits- und Arbeitsschutz bestätigt. Dieser ist gar nicht hoch genug anzusiedeln. Besonders dankbar sind wir für die Hilfestellungen durch unseren ehemaligen Sicherheitsbeauftragten Christoph Nolte.

Wie lässt sich der Gesundheitsschutz während eines Einsatzes gewährleisten?

Schulze-Holthausen: Bei einem Einsatz kann es für die Kameraden immer gefährlich werden, denn man weiß nie ganz genau, was einen erwartet. Jeder Einsatz ist anders zu bewerten. Daher ist es gut, dass wir sehr viel Routine haben, um sehr schnell und gewissenhaft die richtige Entscheidung zu treffen. Der eigene Schutz ist sehr wichtig. Dazu dienen auch Feuerwehrdienst- und Unfallverhütungsvorschriften. In regelmäßigen Schulungen werden die Kameraden aus allen drei Löschzügen – Coesfeld-Stadt, Kirchspiel und Lette – auf verschiedene Einsatzlagen vorbereitet. Alle sind hervorragend ausgebildet. Das gibt uns viel Sicherheit.


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Unfallkasse NRW belohnt guten Arbeits- und Gesundheitsschutz

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