Feuerwehr Coesfeld

125 Jahre Zug 1 – Modern und gut aufgestellt

Festakt zum 125-jährigen Jubiläum des Löschzuges 1

Coesfeld: „Coesfeld hat einen Löschzug 1, in dem ich begeistert mitgearbeitet habe und in dem man heute begeistert mitarbeiten kann.“ Viel Lob und Anerkennung zollte Benno Fritzen, Leiter der Berufsfeuerwehr Münster, der Coesfelder Feuerwehr. Sie sei im Vergleich „modern und gut aufgestellt“ Beim Festakt anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Zuges I ermunterte der Festredner die Anwesenden in der Gerätehalle am Dreischkamp, daran mitzuarbeiten, „dass Begeisterung – gerade im ehrenamtlichen Bereich – durch politisch-administratives Handeln gefördert wird“. Zuvor hatte er in seiner vielbeklatschten Rede auf seiner Ansicht nach negative Entwicklungen auf höheren Ebenen hingewiesen.
Er zitierte Johann Friedrich von Schiller aus einem Brief über einen großen Brand 1785 in Hamburg:
„ Die Kultur einer Gesellschaft ermisst sich nicht nur an den Werten, die sie hervorbringt, sondern
auch an den Maßnahmen, die sie ergreift, um diese Werte zu schützen.“ Fritzen kritisierte unter anderem, dass es im NRW – Baurecht seit 2000 erlaubt ist, Häuser bis zur Hochhausgrenze in Holz zu bauen – „und es reicht eine Bauanzeige bei der Gemeinde“. Versäumt habe das Land NRW auch, sinnvolle Standards für die Ausrüstung der Wehren einzuführen. Fritzen: „Der Staat überlässt die Frage, wie viel Feuerwehr die Stadt brauche, dem freien Spiel der Kräfte in den Gemeinden.“ Wer der Feuerwehr Normen und Standards nehme, treibe sei von naturwissenschaftlichen zu politischen Maßstäben.
Viele Dankesworte durften die Mitglieder des Zuges 1 mit Winfried Schmeing an der Spitze entgegen nehmen, vom Kreis- und Stadtbrandmeister über den Bürgermeister bis hin zum Landrat. Bezirksbrandmeister Leo Balan gab ihn sogar schwarz auf weiß in Form einer Urkunde der Landesregierung weiter. Balan kritisierte in seiner Ansprache die Pauschalierung der Landesmittel für die Feuerwehren. Größere Investitionen würden dadurch zukünftig erschwert. Mit originellen Geschenken warteten die befreundeten Wehren aus De Bilt (eine kunstvolle Uhr) und Martinszell/Allgäu (Halterung für eine bereits vor vier Jahren zur Gebäudeeinweihung überreichte Weideglocke) auf.
Mit den Worten „Ich bin stolz auf diese Truppe“ bedankte sich Zugführer Winfried Schmeing bei seinen Kameraden und ihre sie unterstützenden Angehörigen, bevor das Horntrio der Musikschule überleitet zu einem überschwänglichen Festregen, der in der Geschichte der Feuerwehr wohl seinesgleichen sucht.

 

 

Teilen
Zurück

Hausexplosion in Nottuln

Weiter

30 Jahre JF Coesfeld

Interner Bereich