Feuerwehr Coesfeld

Ermittlungen wegen Brandursache

-ugo- Coesfeld. Einen Tag nach dem großen Brand im Haus einer Außenwohngruppe des Martinistifts hat sich der Qualm gelichtet und damit kommt auch Licht in die Umstände. Polizeisprecher Storcks erklärte, dass nach wie vor von einer Brandstiftung auszugehen sei. Das bedeute aber nicht, dass der Täter vorsätzlich gehandelt habe. Ob dabei ein 16-jähriger Bewohner die Hauptrolle gespielt habe, müssten nun die weiteren Ermittlungen zeigen.
Martini-Stift-Leiter Stefan Jochems betonte, der Jugendliche sei nicht alkoholisiert gewesen. Das habe das Untersuchungsergebnis gezeigt. Er sei nach einer ersten Polizeibefragung zu den Mitbewohnern zurückgekehrt, die vorübergehend auf mehrere andere Wohngruppen verteilt worden seien. „Ich bin froh, dass keinem Bewohner etwas ernsthaftes passiert ist“, war ihm die Erleichterung gestern anzumerken. Das Haus an der Adolf-Meyer-Straße sei schon seit Jahren mit Brandmeldern ausgestattet, die erst vor Kurzem erneuert worden seien. Der eingeschaltete Gutachter gab gestern noch keine Informationen dazu, wie groß der Schaden ist. Bewohnbar ist das Haus nicht mehr.
Daher sucht das Martini-Stift ein anderes Haus in Coesfeld, in dem eine achtköpfige Gruppe mit Erziehern untergebracht werden kann. Dabei handelt es sich laut Jochems um Jugendliche mit „erhöhtem Förderbedarf“, die größtenteils aus kritischen Familienverhältnissen stammten „und sich bislang sehr positiv entwickelt haben“.

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