Feuerwehr Coesfeld

Zur Übung: Alarm mitten in der Stadt

-kk- Coesfeld. „Lass uns noch einen im Badezimmer einschließen.“ „Das geht nicht. Das Bad hat kein Fenster.“ Aufregung in der Interkulturellen Begegnungsstätte (IBP) in der Pfauengasse in Coesfeld. Die Feuerwehr ist alarmiert. Nicht weil es brennt, sondern weil es irgendwann einmal brennen könnte. Heute wird für den Ernstfall geprobt. Eine Feuerwehrübung mitten in der Coesfelder Innenstadt. Die Verantwortlichen bereiten das Szenario vor. Winfried Schmeing, Übungsleiter, ist begeistert von dem „attraktiven Übungsobjekt“. Und die Bewohner? Sehr gespannt. Gleich soll es losgehen. „Er kann doch ins Büro.“ Sofort wird der Zivildienstleistende im Arbeitszimmer abgestellt. Hier soll er warten, bis der erste Einsatzwagen anrückt. Den Vorschlag seiner Kollegen, das Zimmer bei der Gelegenheit einmal aufzuräumen, kann der Zivi nicht nachkommen. Denn er hat eine große schauspielerische Leistung zu vollbringen: Am Fenster stehen und um Hilfe rufen. Er spielt die Rolle des eingesperrten Mannes in einem brennenden Haus. Für die Feuerwehr heißt das: Aufstieg zum Fenster mit der Leiter. Doch er ist nicht die einzige Person, die aus den imaginären Flammen geborgen werden muss: 30 Personen, vier davon -scheinbar- schwer verletzt.
Der erste Einsatzwagen rückt an – und mit ihm die ersten Schaulustigen. Was sie nicht wissen: Das alles ist nicht echt. Keiner der Bewohner ist in Gefahr. Auch wenn es für den Betrachter vom Gartenzaun gegenüber anders ausschaut, als vier Feuerwehrmänner mit Gasmasken und flammensicher Kleidung einen Bewohner auf der Trage ins Freie bringen. Auf den Vorplatz. Dort, wo eben ein Bergungszelt aufgebaut wurde. Im Ernstfall stünde hier der Notarzt bereit. Heute nicht. Schmeing: „Wir proben heute allein. Eine reine Übung der Feuerwehr.“
So eine Übung wird 14-tägig durchgeführt. Doch nur selten unter solchen Bedingungen. „Hier eine Übung zu fahren ist optimal. Wir sind mitten in der Innenstadt und es ist ein sehr großes Haus mit 30 Bewohnern.“ Eine echte Herausforderung also. Die die Einsatzkräfte lat Schmeing besser als erwartet gemeistert haben: „Ich bin sehr gut zufrieden. In nur einer knappen halben Stunde haben wir alle Bewohnen evakuiert und die Rauchsituation unter Kontrolle gebracht.“ Allerdings heute ohne Wassereinsatz. Die Schläuche werden eingerollt. Die Einsatzwagen fahren ab. Und auch die Nachbarn gehen wieder zurück in ihre Häuser. Heute gibt es nichts mehr zu sehen.

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